Portugal

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29. Dezember 2018 - Januar 2019

TIO ist wieder on Tour ;-)

Givry - Frankreich
Givry - Frankreich

Die Weihnachtstage sind vorbei und Silvester wollen wir in Südfrankreich feiern – also wird es allmählich Zeit zum Packen. 

Obwohl mittlerweile eine gewisse Routine vorhanden ist, kann TIO doch erst am Abend als reisefertig bezeichnet werden. Damit am nächsten Tag nicht noch mehr Zeit verloren geht, übernachten wir im Wohnmobil und hoffen, dass der letzte Rest Gas noch für die Heizung reicht, denn die Temperaturen gehen in den Minusbereich...

Über Bad Kreuznach, Landau, Karlsruhe und Strassburg erreichen wir am Abend Emmendingen im Breisgau und finden am Sportfeld außerhalb der Stadt einen großen, ruhigen und kostenfreien Stellplatz zwischen Sportanlagen und Freibad.

 

Bei Mülhausen überqueren wir die französische Grenze und erreichen über Belfort, Besancon und Dole die kleine Stadt Givry im Burgund. Es ist noch hell genug, um einen Spaziergang durch den Ort zu unternehmen. Bürgerhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten, alte Brunnen und das Rathaus sind noch weihnachtlich beleuchtet, aber die Straßen sind leer – zu kalt...

Wir ziehen uns ins Auto zurück – geschafft nach der langen Fahrt – aber bisher mautfrei über die Landstraßen: Mit dem Reisemobil ist die Geschwindigkeitsdifferenz ja nicht allzu groß – und man sieht mehr von der Landschaft. 

Über Montceau-les-Mines, Montbucon und vorbei an Limoges kommen wir nach 6 Fahrstunden nach Roullet St. Estèphe, einer kleinen Gemeinde südwestlich von Angoulème. Auf dem liebevoll mit Picknickplätzen eingerichteten Platz angekommen, schauen wir uns an: „Kommt uns bekannt vor...“ Unser Übernachtungsplatz vor 3 Jahren - auf der Rückreise von Marokko...

Na dann ;-)  - Silvester kann kommen. 

Pünktlich um Mitternacht erlischt schlagartig die komplette Straßenbeleuchtung… Großes Feuerwerk??? Weit gefehlt – im Ort rührt sich nichts und wir haben eine ungestörte Nacht. 

Bonne année et santé

Da die Franzosen auch an hohen Feiertagen nicht ohne ihr geliebtes frisches Baguette auskommen, können, nehme ich mein Portemonnaie zum Gassi gehen mit und finde auch eine geöffnete Boulangerie. 

Nach dem ausgiebigen Neujahrsfrühstück kommt TIO erst kurz von Mittag auf die Straße. 

Bis Biarritz werden die Mautstellen umfahren, was gar kein soo großer Umweg ist, aber dann kommen zu viele Ortschaften und Kreisverkehre, so dass wir in den sauren Apfel beißen, auf die Autobahn auffahren und auf einer Strecke von nur 30km dreimal zur Kasse gebeten werden und insgesamt fast 12,-€ bezahlen.

Den angepeilten Parkplatz Listoretto, südöstlich von Donostia San Sebastián, finden wir erst beim zweiten Anlauf – und wieder einmal erst kurz vor der Dunkelheit... 

Vitória-Gasteiz, Briviesca, Burgos, Palencia und Valladolid liegen auf unserer Route über die Autovía de Castilla Richtung Portugal. Es ist ein vollkommen entspanntes Fahren auf fast leeren Straßen. 

Zwischen Tordesillas und Salamanca übernachten wir in Alaejos auf einem eigens für Wohnmobile eingerichteten Parkplatz am Ortsrand. Portugal bietet einiges für Reisende auf 4 Rädern. Viele Ortschaften haben Stellplätze mit Ver- und Entsorgung eingerichtet. Die Übernachtung ist kostenlos - lediglich für Wasser und Strom zahlt man einen geringen Betrag. 

Die Picknicktische hier in Alaejos schauen sehr einladend aus, aber bei nur 5°C halten wir uns lieber an den beheizten TIO ;-)

Genau so denken wohl auch unsere Nachbarn - Franzosen und Holländer, denn wir können nur deren Hinterköpfe erkennen. Nicht einmal ein freundlicher Gruß durch die Scheibe erwartet uns bei der Ankunft... aber die SAT-Schüsseln sind schon aufgestellt. 

Auf dieses Phänomen müssen wir uns erst noch einstellen - das gab es in Südamerika nicht.

Aber vielleicht sind hier auch einfach zu viele Wohnmobilisten unterwegs,

und es ist einfach zu mühsam, sie alle zu grüßen... ???  

Endlich in Portugal

Noch 170km bis zur portugiesischen Grenze. 

Bis auf einen Städtetrip vor einigen Jahren nach Lissabon ist uns Portugal vollkommen unbekannt. Das soll jetzt geändert werden, aber unser erster Eindruck ist....   Nebel. Die Sicht reicht z.T. nur 50m weit.

In Castelo Mendo wechseln wir von der EN16 auf die EN324 nach Sabugal, mit dem weithin sichtbaren Castelo Do Sabugal, das bei einem Rundgang erkundet wird. 

Danach fahren wir unseren bisher schönsten Übernachtungsplatz an: Kurz vor Malcata liegt hoch über dem Stausee „Albufeira da Barragem da Sabugal“ ein gemeindeeigener Stellplatz. Die Sicht ist fantastisch und wir freuen uns schon auf den Sonnenaufgang. 

Ein Wintertraum...

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit liegt heute morgen Raureif auf den Bäumen und Nebelschwaden ziehen in der Morgensonne über den See. Es ist ein Traum... ein Wintertraum...

obwohl wir ja eigentlich in die Wärme wollen ;-)

Wir genießen den kalten Anblick aus dem warmen Auto und bereiten uns auf einen Kultur-Tag vor. 

Kultur muss sein... ab und zu ;-)

Monsanto
Monsanto

Monsanto und Idanha-a-Velha gehören zu den zwölf historischen Dörfern Portugals,

den „Aldeias Históricas“, einer staatlichen Institution zum Erhalt historischer, z.T. weit abgelegener Ortschaften aus der Region. 

 

Monsanto darf sich zusätzlich mit dem Titel „Portugiesischstes Dorf“ schmücken.

Die kopfsteingepflasterten Gassen zum Castelo sind eng und steil - TIO muss draußen bleiben. 

Die schlichten Natursteinhäuser wurden perfekt zwischen die gigantischen Granitfelsen gesetzt.

Im ganzen Ort findet man Felsgrotten, sowie riesige Monolithen und von der begehbaren Mauer des Castelo bietet sich eine kilometerweite Aussicht ins Tal.

Mini-Dorf mit Aussicht...?

Idanha-a-Velha bietet zwar 14 denkmalgeschützte Attraktionen - u.a. ein römisches Stadttor und einen Schandpfahl - wird aber nur noch von ein paar Dutzend Menschen bewohnt.

Die Jugend verkrümelt sich - für uns verständlich... 

Außergewöhnliche Nebelwände...

Über Castelo Branco geht es weiter südwärts. Die Landschaft ist jahreszeitlich bedingt eher grau und braun, die Wiesen nicht so saftig - aber die Orangenbäume hängen voller Früchte, die Temperaturen sind angenehm und der Himmel strahlend blau - 

bis in der Ferne plötzlich eine dichte Nebelwand auftaucht...

Im nächsten Ort löst sich das Rätsel: Die Papierfabrik von Vila Velha de Rodão hat Probleme mit der Inversionswetterlage und hüllt das ganze Tal in weißen Rauch. Ob das hier öfter vorkommt ???

Marvão - der Adlerhorst mit Blick auf die Serra de São Mamede

Marvão - Drohnenansicht
Marvão - Drohnenansicht

Wir fahren jetzt aber in die „Berge“, wo auf einem 850m hohen Felsplateau der kleine Ort Marvão wie ein Adlerhorst thront. 

Die Befestigungsanlagen umschließen sämtliche Häuser der Gemeinde und können komplett begangen werden.

Hier reizt es uns jetzt, endlich mal wieder die Drohne einzusetzen ;-)

Die Fotos zeigen beeindruckend die Lage Marvãos auf dem schmalen Bergrücken. In die Stadtmauer passt kaum noch ein Gebäude hinein - und außerhalb geht es direkt steil bergab.

In Estremoz wird der heutige Tag beendet - auf dem „Rossio Municipal“ stehen schon 2 Wohnmobile - und TIO gesellt sich für die Nacht dazu.