Südschweden  07.05. - 02.06.2013

Tecklenburg – Flensburg – Grenaa – Varberg – Göteborg – Lysekil – Havstenssund – Tanum – Asensbruk – Amal – Säffle – Karlstad – Falun – Sala – Uppsala – Ostsee-Schären (Solö) – Stockholm – Mariefred (Mälaren-See) – Sundbyholm – Örebro – Sjötorp – Kinnekulle – Lidköping – Trollhättan – Varberg

 


Bald geht´s los ;-)

Der Wassertank ist gefüllt - Alkohol reichlich an Bord ;-)  ... Morgen wird der Rest gepackt.

Der Platz für Jaron ist auch schon bereit - - - jetzt kapiert er endlich, dass er wieder mitkommt.

Die letzten Tage lief er total "bedröppelt" durch die Gegend, aber jetzt sieht er, dass "sein Platz" gerichtet

und die Futtertonne eingeladen ist - und alles ist wieder im Lot !!!

Tecklenburg im Teutoburger Wald

Kurzer Spaziergang durch Tecklenburg mit seinen herrlichen Fachwerkhäusern, Übernachtung am Bismarckturm.  

Weiterfahrt nach Flensburg

Flensburg im Regen

... zumindest tagsüber nur Schauer und Gewitter. Am Abend scheint die Sonne wieder. Ein Spaziergang an der Förde entlang - 3 km - bis zur Altstadt und zum Historischen Hafen (sehr sehenswert) söhnt uns mit dem schlechten Wetter wieder aus.

Auf dem Rückweg lockt uns das Café an der Förde mit einem dunklen Flens. 

Grenaa - und die Überfahrt nach Schweden

Dänemark hat doch auch seine schönen Seiten ;-)))

Die Dänen sind heilfroh, dass wir endlich da sind, denn seitdem scheint die Sonne und die Temperaturen laden zum Baden in der Ostsee ein – zumindest die Hartgesottenen.

 

Aber nun der Reihe nach:

Abfahrt in Flensburg bei bedecktem Himmel und 13°C.

Das Wetter wird immer besser - Kolding (Schäfchenwolken 16°C) Grenaa (sonnige 18°C).

Für die Fähre sind wir viel zu früh, also haben wir den ganzen Nachmittag… NICHTS getan, außer einem schönen Strandspaziergang und Sonnenbaden in den Dünen.

Jaron freut sich tierisch über das Wasser und sieht aus wie paniert (Wasser - Sand - wälzen - Wasser - Sand - wälzen, ...)   Gegen Mitternacht fahren wir mit der Stena Line dann nach Schweden (Varberg).                              

Auf dem Weg nach Göteborg

Morgens um 5.00h kommt die Stena Line in Varberg an. Jetzt müssen wir erstmal ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen finden. Daran ist aber erst einmal nicht zu denken, weil wir direkt vor den Toren Varbergs ein traumhaftes Vogelparadies finden.... genau passend zum Sonnenaufgang ;-)

Das darf sich ein Fotograf nicht entgehen lassen - und zwei schon grad gar nicht. Schlafen kann man immer noch ...

Gegen Mittag setzen wir die Fahrt Richtung Göteborg fort - mit Zwischenstopp in Bua zum Wasser bunkern.

 

Göteborg bietet dann den Hauptbahnhof, die Oper, Maritima Centrum, Gustav Adolf Torg (der wird uns noch öfter begegnen), den Hafen - und das Wahrzeichen Göteborgs, das Hochhaus Utkiken.

Mittags gibt es Smörrebröd in einem Restaurant mitten auf dem Stora Hamn Kanal. 

Schären-Inselhopping und Lysekil

Über die Tjörnbron-Brücke geht es über Tjörn und Orust nach Mollösund - einem typisch schwedischen Dorf mit diesen fallunroten Häusern - weiter über Malö, Flatön und Bokenäs (Inselhopping) über den Gullmarn Fjord nach Lysekil.

Das geologische Wunder Lysekils besteht aus den rostbraunen Felsgebilden, die die Halbinselspitze bedecken. 

Wir steigen vor dem Ort auf einen dieser Riesensteine hinauf und haben einen fantastischen Blick auf die Stadt… bei untergehender Sonne – einfach traumhaft. Danach ist es zu spät zum Weiterfahren, wir bleiben zusammen mit vielen anderen Wohnmobilen im Hafengelände von Lysekil stehen und packen unseren Grill aus, um  zwischen Hafengelände und (unbenutzter) Eisenbahnlinie zu grillen. Nicht sehr idyllisch, aber lecker.

Morgen geht es weiter in die Schären. Wir werden versuchen, eine Schiffstour durch die Schären zu machen, aber da die Saison noch nicht so richtig läuft, wird es nicht einfach sein. Bisher bestehen die Wohnmobilisten, die hier unterwegs sind zu 99% aus Schweden, Dänen und Norwegern.

Lysekil – Havstenssund      Auf der Margeriten-Route

Bedeckt, 8°C, windig. So fängt der Tag in Lysekil an. Allerdings hat der starke Wind es bis 9.00h geschafft, ein paar größere Löcher in die Wolkendecke zu reißen. Ein paar Grad wärmer wird es auch noch, aber der Wind bleibt.

Nach dem Entsorgen kommen wir heute gegen 10.00h wieder auf die Straße – diesmal zuerst nach Brastad, um uns die Hällristninger (Felsenbilder) anzusehen. Über Ursprung und Bedeutung ist man sich nicht einig – wir behaupten ja, dass die Anwohner regelmäßig was dazu ritzen und es dann anmalen ;-)

 

Weiter geht´s nach Smögen, einem großen Ort mit sehr schönen Häusern im Hafengebiet, einer Ladenstraße, die an der Bucht entlang auf Stege gebaut ist, auf denen sich im Hochsommer die Touristenströme entlang schieben… Gut, dass wir im Mai dort sind ;-)

Ich will Franjo auf einen Parkplatz am Hafen lotsen, aber er hat sich entschieden, auf dem großen Platz am Outlet-Center zu halten…  Hat ihn 2 schöne Kissen fürs Reisemobil und 2 Kosta Boda Windlichter gekostet ;-)

 

Mittagspause machen wir auf dem Rückweg oberhalb von Smögen  – mit einem tollen Blick auf den Ort.

 

Um 14.00h geht es weiter nach Fjällbacka (hier hat Ingrid Bergmann sehr gerne Urlaub gemacht). Angeblich einer der schönsten Orte an der schwedischen Westküste. Besticht durch die steil abfallenden Felsen direkt hinter dem Ort. Man kann sie auch besteigen – haben wir natürlich gemacht, durch die Kungsklyftan (Königskluft) : sehr unwegsam, mit vielen großen und kleineren Felsbrocken, Steinschlaggefahr und steilen Treppen mit schmalen Holzstufen – alles kein Problem, auch nicht für Jaron, denn unser Hund ist ja eine Gemse…

 

Belohnt werden wir mit einer fantastischen Aussicht auf den Ort und die Schären!!!

Anschließend geht es weiter nach Havstenssund, dort ist zwar der Hund verfroren (im wahrsten Sinne des Wortes…) aber wir haben einen schönen Blick aufs Wasser.

Havstenssund – Asensbruk

Unterwegs auf einsamer Route mit Bronzejägern und Eisheiligen…

Eine steife Brise hat unser Reisemobil heute Morgen heftig geschüttelt. Gerade mal 8°C, bedeckt – und sehr windig.

Bis um 10.00h reißt der Wind nur winzige Lücken in die Wolkendecke – und die schließen sich immer wieder.

Wir fahren nach Litsleby, eine Stelle im Gebiet von TANUM (UNESCO Weltkulturerbe!). Dort findet man weitere rund 3000 Jahre alte Felszeichnungen von in den Granit geritzten Schiffen, Waffen, Tieren und Menschen (meist Kriegern).

Da der Meeresspiegel in dieser Zeit um 15 – 17m höher lag, kann man sich auch die Schiffsabbildungen auf den Felsen erklären. Bei diesem schlechten Wetter (es regnet immer wieder) besuchen wir in Vitlycke das Felszeichnungsinstitut und Museum - mit originalgetreuem Nachbau eines bronzezeitlichen Hauses. (Ein bisschen Kultur muss sein!!!)

 

Um 12.00h fahren wir bei Nieselregen und 7 – 10°C (Ich sag ja: Eisheilige) über Ed und Mallerud (am Vänernsee) weiter bis Asensbruk und stehen hier jetzt mutterseelenallein am Sundserud – einem idyllischen Badesee. 

Asensbruk – Amal  48km (immerhin ;-)) (gesamt: 1466km)

Frühstück am Sundserud
Frühstück am Sundserud

Frühstück um 8.00h ... unter einem strahlend blauen Himmel an einem einsamen See – und die Welt ist wieder in Ordnung.

Die absolute Stille ist einfach berauschend – außer Bachgeplätscher und gelegentlichen Vogellauten hört

man NICHTS.

Heute ist Hundetag – 2 ½ Stunden Wanderung mit Jaron durch die schwedische Wildnis (die sieht irgendwie in jede Richtung gleich aus…)

Weiterfahrt gegen 13.00h – aber nur 2km, dann sind wir schon in Haverud (die seltsamen Zeichen auf den Vokalen müsst Ihr Euch denken – die krieg ich mit dem PC nicht hin…) Dort ist das Akvädukt zu bestaunen – eine technische Meisterleistung aus dem Jahr 1868, die es mit Hilfe von 3 Schleusen schafft,  aus dem reißenden Gefälle des Upperudsälvs einen schiffbaren Wasserweg zum Österbosjö zu machen.

Verbunden mit einer Straßen- und einer Eisenbahnhebebrücke gibt das ein ordentliches Durcheinander, das aber reibungslos funktioniert. Leider kommt kein Schiff in die Schleuse – die Saison lässt noch auf sich warten.

Nun aber endlich auf zum Vänern-See. Um 14.30h kommen wir bei bewölktem Himmel und 8°C in Amal an.

Der Stellplatz liegt auf einer Landzunge, die einen riesigen Parkplatz verlängert.

Vor uns liegt der Hafen von Amal – hinter uns der Vänern-See!!!

 

Wandern macht müde, deshalb erst einmal Siesta.

Um 16.30h ist der Himmel aufgeklart – die Sonne scheint, und nach einem kurzen Einkaufsgang in den Ort (Jaron darf die Tüte heimtragen…) können wir bei herrlichstem Wetter bis 20.00h draußen sitzen. Den ersten Elch haben wir auch gesehen – direkt gekauft – und hinter die Windschutzscheibe gesetzt. Wir warten noch auf Namensvorschläge!!!

Amal – Falun 318km (gesamt: 1784km)

Bläbärssylt – Köttbullar - Smörgas – blauer Himmel – Wasser – und Wald, soweit das Auge reicht…

Die original schwedische Blaubeermarmelade zum Frühstück!!! Ich kenne mindestens eine Person, die jetzt gaaanz große Augen kriegt... :-)

Mittags gibt es Köttbullar-Smörgas (Smörgas ist in Schweden das, was man in Dänemark Smörrebröd nennt…)  - und anschließend fahren wir über 300km in Richtung Falun, deshalb ist die Fotoauslese heute etwas mager.

Die Kupfergrube in Falun wollen wir morgen besichtigen, deshalb fahren wir zunächst zum Hopptorn (Skisprungschanze hoch über Falun) mit der Absicht, den Sprungturm zu besteigen und die fantastische Aussicht zu fotografieren. Leider befindet sich die Schanze im Umbau – Besichtigung nicht möglich.

 

Das Wohnmobil steht auf dem Parkplatz an der Schanze – mitten in der Wildnis, in absoluter Ruhe, denn nachdem die Schanzenarbeiter fort sind, sagen sich hier Fuchs und Hase „Gute Nacht“. 

Der traumhaft sonnige Tag wird von einem spektakulären Sonnenuntergang gekrönt. Überhaupt sind die Temperaturen heute sehr angenehm – bis 19°C – und wir zwei genießen momentan unseren 2. Frühling ;-)   - botanisch gesehen natürlich, denn die Natur „hinkt“ hier oben  der deutschen wenigstens 3 – 4 Wochen hinterher. Die Bäume schlagen zaghaft aus, es blühen jetzt die Osterglocken und „Windbuschröschen“.

Morgen Mittag – nach Besichtigung der Kupfergrube – geht es weiter in Richtung Uppsala.

Falun – Sala 142km (gesamt: 1926km)

Frühstück in den Blaubeeren, Wanderung im T-Shirt und tief unter der Erde

Direkt neben dem letzten Stellplatz ist eine Art Jugendheim mit Picknickplatz. 

Die Bank macht nicht mehr den stabilsten Eindruck, deshalb holen wir unsere Stühle, stellen sie an den Tisch - und können somit in der Sonne mitten in den Blaubeeren frühstücken – mit Blick auf die Skisprungschanze und die schwedischen Wälder.

Nach einer Stundenwanderung mit Jaron sind wir um 11.00h in Falun an der Kupfergrube.

Die Besichtigung startet um 12.30h, so dass vorher noch Gelegenheit ist, sich Ausstellungsraum und Museum anzuschauen.

Und dann geht es in einer 4er Gruppe mit einem englischen Guide in die Tiefe des Bergwerks, wo wir 68m unter der Erde helmbewehrt und mit eingezogenem Kopf durch die engen Gänge stolpern, in denen über 250 Jahre lang Kupfer – und später auch Gold und Silber – abgebaut wurde und die an einem Midsommertag 1687 einstürzte (ohne ein einziges Opfer!!!, da Midsommer  und Weihnachten die einzigen Tage waren, an denen dort nicht gearbeitet wurde), und wo bis vor 10 Jahren noch die typische schwedische Farbe – das Falun-Rot gewonnen wurde. 

14.00h setzen wir die Fahrt in Richtung Uppsala fort. Zwischenstopp in Vika (Kaffee trinken und Sonnenbaden bei 22°C). Auf einem Wanderparkplatz mit Latrine (speziell für Wohnmobilisten zur Entsorgung – und ausgesprochen sauber!!!) wird noch etwas Ballast entsorgt, bevor wir gegen Abend in Sala landen.

Der Stellplatz gehört zu einem komfortabel ausgestatteten Badplats, mit asphaltiertem Untergrund, Blick auf den See, wo um 21.20h die Sonne untergeht - und ist wieder mal kostenfrei ;-)

Sala – Uppsala – Solö (Ostseeschären) 181km (gesamt: 2107km)

Blauer Himmel , Uppsala und Ostseeschäreninselhopping

Nach einer Wanderung um den See bei Sala (wie immer er auch heißen mag)… d.h. nach einer ¾ Umrundung und wieder zurückgehen, da die Umrundung an der Straße entlang hätte fortgesetzt werden müssen… geht es mittags Richtung Uppsala weiter.

Das Wetter ist fantastisch – 24°C bei strahlend blauem Himmel.

3 Stunden Aufenthalt in Uppsala – die Parkgebühren in der Stadt sind horrend. Wir treffen eine Studentin, die ihre Parkberechtigung an die Parkuhr gehalten hat, bevor wir unsere Kreditkarte eingeführt haben – so ist der Tarif deutlich günstiger.

Besichtigung von Uppsalas Dom, Schloss, Altstadt und Linkischem Garten (der war der berühmteste Bürger Uppsalas). Museum ist mit Hund nicht möglich – der hat bei den Temperaturen ohnehin schon seine Probleme und schleicht hinter uns her.

Aus dem Bach in der Innenstadt will er gar nicht mehr raus…

 

Es geht weiter an die Ostsee-Schären.

Furusund soll einen WOMO-Stellplatz haben, von dem aus man die Riesenfähren sehen kann, die die schmale Passage zwischen den Schären-Inseln nehmen – der ist uns aber zu unruhig, deshalb fahren wir zurück auf die erste Schären-Insel in Solö auf einen einsamen Badplats-Parkplatz, wo wir jetzt stehen und nach einem späten Abendessen (mittlerweile ist es 22.00h) den Tag ausklingen lassen.

Solö – Stockholm  91km (gesamt: 2198km)

Von einem Dorf aus dem 18. Jahrhundert in die Stadt des 21. Jahrhunderts

Stellplatz in Solö - Ostseeschären
Stellplatz in Solö - Ostseeschären

Bei bedecktem Himmel und  14°C  ist heute morgen Ausschlafen angesagt, soweit das bei dem frühen Sonnenaufgang möglich ist.

In den Schären kann man keine großartige Wanderung machen und so geht es nach dem Frühstück in Richtung Stockholm weiter.

Zwischenstopp ist in Wira Bruk, einem Dorfensemble aus dem 18. Jahrhundert. Wir sehen uns das Dorf an, besichtigen die alte Schmiede (das Dach ist verdächtig einsturzgefährdet…) – besuchen einen Kunstschmiede-Shop, trinken in der Kaffeestugan einen sehr  guten schwedischen Kaffee und essen einen sehr leckeren Schokoladenkuchen.

13.30h Weiterfahrt nach Stockholm. Parkplätze in der Innenstadt sind kaum zu bekommen, Parkplätze außerhalb – mit Busanbindung in die City – horrend teuer. Der WOMO-Stellplatz Djurgarsbrunn ist im Reiseführer mit 80SEK/24Std. angegeben (Auflage 2012). Mittlerweile kostet der Platz 20SEK/Std.!!! Von 0-8h 5SEK – das wären 360SEK für 24Std. – umgerechnet 44 €…. 

Also haben wir unsere 7 Sachen wieder gepackt und sind – das erste Mal während unserer Tour – auf einen offiziellen WOMO-Stellplatz gefahren und zahlen jetzt 240SEK/24Std. incl. Strom.

Angekommen um 19.30h bei mittlerweile wieder sonnigerem Wetter und 18°C erkundigen wir uns nach der Stockholm-Card, die wir morgen früh an der U-Bahn Station kaufen wollen, und freuen uns auf 2 Tage Stockholm – denn hier in der „Großstadt“ werden nicht, wie sonst in Schweden, um 18.00h die Bürgersteige hochgeklappt…

Stockholm – Mariefred (Schloss Gripsholm – am Mälaren) 85km (gesamt: 2283km)

Eine tolle Mischung: Vasa – ABBA – Drottningholm – Gripsholm

Sooooo einen blauen Himmel hatten wir hier noch nicht…

Ein traumhaftes Wetter – deshalb werden die geplanten   Museumsbesuche sehr schnell abgearbeitet.

Um kurz nach 9.00h geht es mit der U-Bahn in die Stadt und zum Vasa-Museum (öffnet um 10.00h – die Schweden schlafen gerne aus ;-)) Das ist absolut sehenswert!!!

Zu Beginn sieht man in einem 30minütiger Film wie das Schiff vor 51 Jahren gehoben wurde – gigantisch.

Dann wurde ein Museum um das komplette Schiff gebaut und die Vasa mit 98% Originalteilen wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt – unglaubliche Kleinstarbeit!!! http://de.wikipedia.org/wiki/Vasa-Museum

 

Dagegen wirkt das ABBA-Museum etwas spärlich – man hat zwar die Möglichkeit interaktiv zu agieren (mit Kompositionen, Gesang und Allgemeinwissen) aber allgemein sind wir eher enttäuscht...

Wenn man die ganzen 74 Museen in Stockholm besuchen möchte, sollte man übrigens recht gut bei Kasse sein ;-) So ein Museumsbesuch kostet locker mal bis zu 25€ (es sei denn, man hat die Stockholm-Karte für 495 SEK/Tag/Person (59,50€), die beinhaltet alle Fahrten und die meisten Museumsbesuche – außer ABBA, das ist noch nicht drin).

Am Nachmittag stehen wir vor dem Königsschloss in Drotningholm.

Aber die wollen keine Hunde in ihrem Park, weshalb der Besuch etwas kurz ausfällt – gibt ja noch sooo viele Schlösser hier, wie z.B. Gripsholm.

 

Laut Reiseführer darf man hier auch nicht übernachten, aber der freundliche Student,  der hier seinen Saisonjob als Hafenmeister macht, hat uns überzeugt, dass der Platz die ideale Übernachtung ist: 

Direkt am Mälaren (dem 3.größten See Schwedens),

Schloss Gripsholm vor uns, einen blauen Himmel über uns, 25°C und einem marinierten Putenbrustfilet, das vom Grill her duftet und zusammen mit einem Glas Sekt als Sundowner und einem leckeren Salat auf einen perfekten Abend einstimmt.

Gripsholm – Sundbyholm 69km (gesamt: 2352km)

Gewaltiges Gewitter über Gripsholm…

Schloss Gripsholm
Schloss Gripsholm

…so könnte man den heutigen Morgen betiteln. Aber das Gewitter hört schon nach einer Stunde wieder auf – der Regen verzieht sich, die Temperatur liegen bei angenehmen 15 - 17°C und wir können unsere Umrundung von Schloss Gripsholm wir beabsichtigt in Angriff nehmen.

Die Unmenge an Gemälden im Schloss (die größte Portraitsammlung in Schweden mit 4000 Gemälden!!!) wollen wir uns nicht zumuten, deshalb nur die Besichtigung von Schloss (4m dicke Mauern) und Innenhof, sowie ein Foto von unserem Stellplatz, den man am Ufer des Mälaren gut erkennen kann.

Kurzer Einkauf im sehr netten, gemütlichen Ort und weiter geht's.

In Strängnäs wird ein Zwischenstop eingelegt.

Die Geschichte dieser Gemeinde – ebenfalls am Mälaren gelegen – reicht bis in die Wikingerzeit zurück.

Der Dom ist jedenfalls sehr eindrucksvoll, mit Kupferturmhaube, Runensteinen und Flügelaltar.

 

Der Gästehafen und die alte Bäderkvarn (Windmühle) sehen im Weiterrollen noch recht einladend aus, aber wir schon wieder ein neues Ziel vor Augen (puuuh,… da sag noch mal einer Wohnmobilreisen seien entspannend…)

Der Tag endet in Sundbyholm am Slott (Schloss) bzw. auf dem riesigen Parkplatz daneben - mit herrlichem Blick auf den Hafen.

Bei 19°C regnet es, aber die Vorhersage verspricht schönes Wetter am nächsten Tag, so dass wir auf dem Holzsteg frühstücken können ;-)

Sundbyholm – Mullhyttan (Multen-See) 171km (gesamt: 2523km)

Alte Häuser und Neues Rezept…

Hafen von Sundbyholm
Hafen von Sundbyholm

Die Sonne lässt bis nachmittags auf sich warten – aber dann haben wir angenehme 17°C.

 

In Örebro gibt es ein altes Dorf im Stadtteil Wadköping, das aus Häusern besteht, die früher im Zentrum Örebros standen und dann Neubauten weichen mussten. Diese Häuser hat man abgebaut und hier, im Freilichtmuseum Wadköping wieder aufgebaut. In diesem historischen Stadtteil findet man alte Handwerksbetriebe, Museen, Läden und Cafés.

Von dort kann man bequem entlang des Flusses durch den Stadtpark in die Innenstadt zum Schloss von Örebro und zur Nikolaikirche spazieren, in welcher der legendäre schwedische Volksheld Engelbrekt Engelbrektsson bestattet ist.

Auch ansonsten ist die Stadt sehr sehenswert.

Danach wollen wir eigentlich zum Tysslingen-See (Vogelschutzgebiet, in dem man die Singschwäne auf ihrer Rast auf dem Weg nach Russland und Finnland beobachten kann), aber es gibt keine geeigneten Übernachtungsplätze.

 

Der Multen-See ist dann die passende Alternative. Bei den gut ausgebauten und leeren Straßen dauert die 50km Fahrt nicht mehr allzu lange und wir kommen um 19.30h an.

Das hört sich zwar lang an, aber da die Sonne sehr spät untergeht, ist es jetzt – um 21.30h immer noch taghell.

 

Der idyllische Platz direkt am See ist ein Traum.

Zu essen gibt es dann ein neues Rezept: Nudeln vom Grill… mit Schalotten und Knoblauch in Butter angebraten, die Spaghetti kurz darin geschwenkt, erst mit Rotwein, danach mit Rinderbrühe abgelöscht (wie ein Risotto), gewürzt, mit frisch gehobeltem Parmesan bestreut… und gebratenen Gambas dazu!!!

Was will man mehr???

Info an unsere Mädels daheim: DIE CHEFTERMINE BITTE UM 4 WOCHEN VERSCHIEBEN!!!   ;-)

Mullhyttan – Sjötorp 72km (gesamt: 2595km)

Regen in Schweden…

Sjötorp
Sjötorp

… der auch unsere geplante Draisinen-Fahrt in Gullspäng ins buchstäbliche Wasser fallen läßt – allerdings sieht die Draisinen-Station so verlassen aus, dass wir davon ausgehen, auch bei besserem Wetter nicht auf die Schienen zu kommen.

Immerhin haben wir Glück und können um die Mittagszeit einen „trockenen“ Spaziergang mit Jaron entlang einer Ski-Langlaufloipe in Gullspäng machen – gerade bevor es wieder anfängt zu regnen.

Nach kurzem Einkauf dann die Weiterfahrt nach Sjötorp.

Da es immer noch regnet, genießen wir den Cappuccino im WOMO und machen erst mal Siesta.

Um 16.00h dann die große Überraschung – von Westen her sind die Wolken auf einmal wie abgeschnitten und ein strahlend blauer Himmel lacht über uns.

Also rein in die Klamotten, raus aus dem WOMO und Sjötorp besichtigt: Hier endet der Göta-Kanal und die letzten Schleusen hieven die Schiffe in den Vänern-See. Außerdem hat der Ort einen wunderschönen Hafen, der natürlich bei Sonnenuntergang hervorragende Fotos hervorbringt ;-)

- deshalb unternehmen wir nach dem Abendessen noch eine Tour, packen uns 2 Gläser und die angebrochene Flasche Rotwein ein und gehen in die Marina, wo auf der Rückseite des Segelclub-Hauses ein windgeschütztes Plätzchen liegt, von dem aus man den sagenhaften Sonnenuntergang beobachten kann – bei absoluter Stille!!!

Bis auf ein paar aufgebrachte Möwen, deren Nest wir zu nahe, kommen ist nichts zu hören…

 

Es gibt in Sjötorp einen WOMO-Stellplatz am Hafen, für den man 185SEK/Nacht bezahlt, incl. Strom – und direkt daneben einen Parkplatz, ebenfalls mit Blick auf den Hafen, der kostenfrei ist. Ratet mal, wo wir stehen ;-)))))

Sjötorp – Kinnekulle 74km (gesamt: 2669km)

Ein fantastischer Tag über dem Vänern…

Sundown über dem Vänern-See
Sundown über dem Vänern-See

…der mit bewölkten 8°C so eigentlich gar nicht begann.

 

Nach dem Frühstück fahren wir zum Tafelberg, dem Nationalpark Kinnekulle – zwischen Linköping und Mariestad gelegen (306m hoch) – um von dort den Blick auf den Vänern zu genießen. Zwar verspricht die durchgehende Bewölkung keine optimalen Fotovoraussetzungen, aber man ist ja positiv eingestellt…

Und siehe da – je näher wir dem See kommen, desto besser ist das Wetter.

Aus der Bewölkung wird ein strahlend blauer Himmel – aus 8°C werden 20°C.

Vom Parkplatz „Kinnekullegarden“ wandern wir hinauf zum „Utsikstorn“ . Von dort hat man – auch wenn der Turm nicht „öppet“ ist – einen fantastischen Blick auf den Vänern.

Danach suchen wir eigentlich nur ein Plätzchen für eine Mittagsrast, um dann zur Vogelbeobachtung an den Hornberger See weiter zu fahren…

 

… aber dann (man ist ja flexibel) --- finden wir diesen tollen Picknickparkplatz „Vänernblick“ und beschließen (schon um 14.30h), hier den restlichen Tag und die Nacht zu verbringen.

Bei strahlendem Sonnenschein, 20°C und einem unbeschreiblichen Ausblick auf den Vänern-See stehen wir hier mit ein paar schwedischen Gleichgesinnten und genießen den Tagesausklang mit einer Bratkartoffel-Pfanne und einigen Gläsern Rotwein… Schweden ist klasse!!!

Kinnekulle – Trollhättan 133km (gesamt: 2802km)

Smörgas, Schloss und Schleusenansicht…

Lidköping
Lidköping

Nach dem Frühstück heute Morgen steht noch eine Wanderung über den Tafelberg an, bevor wir Richtung Vänern-Südspitze weiterfahren.

Erster Zwischenstopp ist Lidköping. Das ehemalige hölzerne Jagdschloss am Stortorg ist mittlerweile zum Wahrzeichen der Stadt avanciert. Ringsherum ist heute ein Wochenmarkt aufgebaut auf dem es so ziemlich alles zu kaufen gibt: über Kleidung, Küchenutensilien, Lebensmitteln, Blumen (mit Marktschreier!!!) bis zu bulgarischem Akazien-Honig…

 

Smörgas
Smörgas

Um den Holzturm herum sind Restaurant-Stühle aufgestellt – und wir müssen ja unbedingt noch eine echte schwedische Smörgas probieren…

Bestehend aus einer dicken, runden, weichen Weißbrotscheibe, Salat, reichlich Mayonnaise, gekochtem Ei und einem Riesenhaufen Krabben darauf, garniert mit Weintraube, Tomate, Gurke, Zitronenscheibe und Dill sieht das Ganze nicht nur fantastisch aus – es schmeckt auch so!!!

Ich bin immer noch satt davon.

Hinter Lidköping lockt ein Schild in Richtung Schloss Läckö, und da wir Zeit haben (sind ja schließlich im Urlaub…) nehmen wir die 40km Umweg  in Kauf  – es hat sich wirklich gelohnt.

An der Spitze der Halbinsel Kallandsö, die in den Vänern ragt, steht dieses Schloss – über 700 Jahre alt und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in West-Schweden. Gleichzeitig mit uns trifft noch eine Hochzeitsgesellschaft ein – die dort natürlich in einem tollen Rahmen feiern kann und sich nach der Trauung  zu Picknick und Gesang auf der Wiese vor dem Schloss versammelt.

Auf unserem Spaziergang um das Schloss, in den Gästehafen und durch den Wald zurück entdecken wir übrigens noch einen traumhaft schön gelegenen kleinen Campingplatz – mitten im Wald, mit tollen Stellplätzen und Blick aufs Schloss. Wäre auch für große Reisemobile ideal, aber wir wollen ja noch nach Trollhättan weiterfahren…

Und da stehen wir jetzt  – mit Blick auf den Götaälv-Kanal und die Schleuse.

Waffenschein für Schuhe... ??

Ein Hochzeitsgast von Schloss Läckö...

Braucht man für solche Schuhe

nicht einen Waffenschein ???

Trollhättan

Der Wasserfall, der nicht kam…

Wasserkraftwerk Vattenfall
Wasserkraftwerk Vattenfall

Aufgrund des aussichtsreichen Stellplatzes haben wir heute Morgen beschlossen, in Trollhättan stehen zu bleiben. Wir wollten ohnehin noch eine Wanderung entlang des Götaälv-Kanals machen und uns die Wasserfälle ansehen. Rund um die aktiven und inaktiven Schleusen, sowie um das Kraftwerk Vattenfall ist eine abwechslungsreiche Wanderstrecke mit tollen Aussichtspunkten -Kanzeln, die frei schwebend hoch über dem alten Flussbett aus dem Felsen ragen. Also erst einmal entlang des Kanals in Richtung Innenstadt zur Fall- och Slussomrade (Aussicht auf die Schleusentore), zwischendurch immer mal wieder den Hund „zu Wasser gelassen“, damit ihm bei der Hitze die Lust an der Tour nicht vergeht. (Einziger Nachteil hier in Schweden – Hunde müssen an der Leine geführt werden. Gelegentlich lassen wir Jaron schon laufen, aber es kann, vor allem in den Ortschaften, empfindliche Strafen hageln – Örebro 1200 SEK)

In unserem WOMO Reiseführer steht, dass im Mai und Juni „Fallzeiten“bestehen, in denen die Schleusen des Wasserkraftwerks geöffnet werden und 300.000 Liter Wasser/Sek. durch das alte Flussbett donnern. Diese Zeiten sind samstags und sonntags jeweils um 15.00h.

Also verbringen wir den halben Tag damit, nach einem idealen Standort zu suchen, von dem aus man das Spektakel am besten fotografieren kann…

 

Wir gehen über die Schleusenbrücke, den Waldpfad am Wasser entlang - de Lavals promenad - über eine andere Brücke und an der gegenüberliegenden Straßenseite zurück – finden dann ein tolles Plätzchen und legen uns mit gezückter Kamera auf die Lauer.

Was nicht kommt, ist das Wasser…

Trollhättan – Varberg: 203km (gesamt: 3005km)

Der Kreis schließt sich…

…und jetzt stehen wir wieder hier in Varberg auf dem Parkplatz des Vogelparadieses und verbringen unsere letzte Nacht in Schweden.

Morgen früh um 8.50h geht unsere Fähre nach Dänemark. Der Wecker wird auf 6.00h gestellt, damit wir vor dem Frühstück noch den Sonnenaufgang am See genießen – und vielleicht noch ein paar schöne Fotos schießen können.

Nach einem kleinen Spaziergang durch Trollhättan führt unser Weg Richtung Göteborg.

Zwischenstopp zum nachmittäglichen Kaffeetrinken ist Kungsbacka  - einfach, weil es auf dem Weg liegt und in der Karte gelb unterlegt ist – also sehenswert...

Es ist ein gemütlicher, ruhiger Ort – und bei schönem Wetter können wir Kaffee, Apfel- und Blaubeerkuchen in der Sonne bei 21°C genießen.

Varberg - Naturreservat
Varberg - Naturreservat

Jetzt stehen wir in Varberg auf dem Parkplatz des Naturreservates - Möwen, Fasane, Gänse und sonstiges Geflügel um uns herum – und hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang.

Varberg – Schleswig: 290km (gesamt: 3295km)

Der Regen und die Kälte haben uns wieder…

… Der Wecker geht um 6.15h. Wir wollen den Sonnenaufgang für ein paar schöne Fotos nutzen, drehen uns aber nach einem Blick aus dem Fenster nochmal um – es regnet…

Um 8.50h legt die Stena-Line von Varberg ab in Richtung Grenaa – Ankunft gegen 13.00h.

Nachdem Jaron die lange Zeit so tapfer durchgestanden hat, fahren wir – in Dänemark gelandet – zu „unserem“ Strand, den wir von der Hinreise schon kennen, und gönnen ihm ein bisschen Wasser, Sand und frische Luft.

Das Wetter hat sich beruhigt, die Sonne scheint, der Sand ist warm, das Wasser für die Füße geeignet – aber mehr auch nicht ;-)  -

UND DER STRAND IST ABSOLUT MENSCHENLEER!!!

Kurz darauf versuchen wir einen total versandeten aber glücklichen Hund wohnmobilgerecht zu reinigen – erfolglos…

Weiter geht's durch Dänemark (erstmals stehen wir auch wieder im Stau…) bis hierher nach Schleswig, wo wir im Hafen an der Schlei gerade noch den letzten Stellplatz ergattern können.

 

Und morgen lockt die Heimat – 636 km sind noch zu fahren - für uns etwas mehr, da wir noch einen Umweg über Bad Kissingen machen (Abenteuer Allrad)… aber das gehört nicht mehr in diesen Blog.

Uns hat dieser Urlaub unheimlich viel Spaß gemacht; wir haben viel gesehen und erlebt, nette Leute kennen gelernt – und wir hatten (obwohl ich (Birgit)- nie in den „kalten Norden“ wollte) ein Wahnsinnsglück mit dem Wetter – wenn wir die Vergleichsmeldungen aus Deutschland berücksichtigen, wo sogar die Heizungen wegen der Kälte wieder eingeschaltet wurden…

Wir haben von verschiedenen Seiten gehört, dass es Probleme gab, einen Kommentar unter die Posts zu setzen. Das tut uns leid – und wir werden versuchen, das bis zum nächsten Mal zu beheben, denn ein nächstes Mal wird es ganz bestimmt geben!!!

Bis dahin – allzeit gute Fahrt – Franjo und Birgit