Unsere Route:

In aller Ruhe ins Neue Jahr...
Die Silvesterfeier fiel aus wegen Erkältung.
Wolfgang hat sich eine schwere Bronchitis eingefangen und ist nur bedingt fahrtüchtig, deshalb rücken wir in kleinen Schritten vor und fahren zum Übernachten den uns bekannten Biogas-Hof Mas Bes in Vilobi d’Onyar an.
Außerdem ist das Wetter im Norden Spaniens immer noch besser, als weiter südlich. Warum also sollten wir uns beeilen...??
Vor der Weiterfahrt decken wir uns noch mit Selbstgemachtem vom Biohof ein: Joghurt, Honig, ... gut, der Wein stammt nicht von hier, schmeckt aber trotzdem ;-)

Der Sonne hinterher...
Wir folgen AP-7 weiter nach Süden und nutzen den Strandparkplatz in Creixell nur zur Übernachtung.
Den Bouleplatz in direkter Nachbarschaft entdecken wir leider erst im Dunkeln...

Strand und Hafen im Nieselregen...
Castelló de la Plana ist das nächste Ziel.
Wolfgang und Angelika erzählen von einer wunderschönen Strandpromenade, aber im Nieselregen erscheint alles grau in grau, da mag man auch nicht mit dem Bus in die Stadt fahren, um sich die entsprechenden Sehenswürdigkeiten anzusehen...
Deshalb beschränken wir uns auf die Hafengegend und
entdecken eine Wiedehopf-Kolonie... Vögel, die man bei uns eher selten in dieser Menge zu sehen bekommt.

Das Wetter bessert sich ;-)
Über Puerto Lumbreras erreichen wir die
„Costa del Plastico“ und stehen nach einem Jahr, mal wieder, in Almerimar.
Die Stellplatzvergabe im Hafen folgt nun anderen Regeln: Man steht morgens früh vor der neuen Schranke, wartet, bis jemand abreist und meldet sich dann an, um einen Platz zugewiesen zu bekommen. Dies gelingt uns am nächsten Tag, und so können wir, zwischen Meer und Hafen, die Tage damit verbringen, Wäsche zu waschen, am Strand spazieren zu gehen und zum Sonnenuntergang bei „Mario“ unseren Sundowner zu genießen.
Gino kommt auch nicht zu kurz und kann am Strand den Kitesegeln hinterherjagen, woran auch die Kiter ihren Spaß haben.
Selbst unsere Boulekugeln kommen mal wieder zum Einsatz.
Nachdem wir anfangs im Kies gespielt haben, können wir nach dem Abtrocknen des Petanca-Platzes ganz in der Nähe unserem neuen Hobby nachgehen.

Für jeden etwas dabei...
Nach einer Woche bekommen unsere Nomaden die Oberhand und treiben uns weiter. Allerdings nur 10km, bis zum Campingplatz Mar Azul in Balerma. Vor dessen Toren gibt es einige Boule-Plätze, die regelmäßig bespielt werden. Allerdings ist es schwierig, bestehenden Gruppen beizutreten, aber für ein Tête á Tête ist noch ein Platz frei.
Am Abend versinkt die Sonne über dem spiegelglatten Meer mit einem prächtigen Farbenspiel - vielleicht zum letzten Mal für die nächsten Tage?
Die südspanischen Wolken sind auf dem Weg zu uns.

Aufräumarbeiten in Torremolinos...
Tiefe Reifenspuren zieren den Strand von Torremolinos. Mit Traktoren wird das angeschwemmte Totholz eingesammelt und abtransportiert.
Für den heutigen Tag beschränken wir unseren Spaziergang auf die Strandpromenade, können aber am nächsten Tag direkt am Wasser entlang eine schöne Wanderung unternehmen.
Gino kann mal wieder baden und der junge Schäferhund, der uns nicht von der Seite weicht, ist einem gemeinsamen Toben nicht abgeneigt.
Die große Wiese am Rand der Stadt wird von der Gemeinde in den Wintermonaten für kleines Geld den Wohnmobilisten zur Verfügung gestellt, wofür man herzlich dankbar sein muss, denn die Übernachtungsmöglichkeiten sind hier rar gesät.

Wiedersehensfreude...
Entgegen unserer vorherigen Planung fahren wir von Torremolinos direkt durch nach Chiclana de la Frontera.
Uiiii, welche Freude, als sich die beiden Hundekumpel Ben und Gino endlich wieder treffen ;-)
Wir freuen uns mindestens ebenso, Beat und Alexander wieder einmal besuchen zu dürfen.
Beim gemeinsamen DOG-Spiel sind sie mittlerweile ernst zu nehmende Gegner.
Der Spaziergang am nächsten Tag geht natürlich an den Strand, aber dann müssen wir uns für ein paar Tage verabschieden, da sich die Handwerker angemeldet haben und die Zwei schwer eingespannt sind.

Wiedersehen zum Zweiten...
Jutta und Michael haben für 4 Monate ein Haus in Roche gemietet und entfliehen, ebenso wie wir, dem deutschen Winter.
In Koblenz haben wir mit den Beiden schon etliche Stunden beim Boulespiel verbracht - was spricht also dagegen, es hier ebenso zu halten?? Bei den vielen Möglichkeiten sind wir dann fit für die kommende Saison ;-)
Den Abend verbringen wir in Conil, an unserem Traumstrand, wo wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang eintreffen.

Andalusisches Aprilwetter ...
Bis Anfang Februar werden wir uns auf dem Campingplatz La Rosaleda in Conil einquartieren und von hier aus die Umgebung erkunden. So haben wir zumindest die Möglichkeit, gelegentlich die Stühle vor die Tür zu setzen, was auf den normalen Park- und Stellplätzen leider nicht mehr erlaubt ist.
Wir verbringen die Tage mit Boulen, entspannten Gesprächen, traumhaften Sonnenuntergängen, einem emotionsgeladenen Flamenco-Abend im Restaurant des Campingplatzes und - leider - immer wieder Aussitzen eines längeren Regen- und Sturmtiefs.
Das Wetter ist nicht wirklich schön, aber wir machen das Beste daraus.

Ein letzter Kaffee im Atalayapark...
An meinem Geburtstag sitzen wir noch einmal mit Kaffee und Kuchen im Atalaya-Café. Einige Tage später wird der Park komplett gesperrt, da ein paar Pinien dem starken Wind zum Opfer gefallen sind - u.a. ist auch die Café-Terrasse betroffen.
Für ganz Andalusien wurde eine Wetterwarnung herausgegeben. In den kommenden Tagen werden massive Regenfälle und starker Wind erwartet.
Selbst der ansonsten staubtrockene Pinienwald steht unter Wasser. Ganze Ortschaften werden evakuiert, weil Erdrutsche und Überschwemmungen befürchtet werden.
Wir besuchen Beat und Alexander in Chiclana, nutzen die Regenpausen zum Gassigehen und fahren zum Shoppen nach Jerez.
Markthallen und gerettete Chiringuitos...
Unsere Strandbar „Coconovo“ hat den Sturm knapp überlebt, was man nicht von allen Chiringuitos behaupten kann.
In den Markthallen von Chiclana gibt es ein Fischgeschäft, vor dem immer lange Schlangen stehen... Wir reihen uns ein und erstehen ein paar Thunfischsteaks für den Abend - wirklich ausgesprochen lecker.
Zwischen diversen Regenfällen schaffen wir es sogar noch einmal, die große Lagunenroute zu laufen, ohne nass zu werden - dann heißt es Abschied nehmen.
Das nächste Wiedersehen wird in der Schweiz stattfinden ;-) Wir freuen uns schon.

Paella vom Feinsten...
Jutta und Michael haben zum Paella-Abend eingeladen.
Antonio ist der begnadete Koch, der uns heute Abend verwöhnt... und nach Lydias Tarte aux Truffes zum Nachtisch passt wirklich nichts mehr rein ;-)
Dies ist der krönende Abschluss an der Atlantikküste für uns.
Der nächste Abschied naht - leider - aber das Wetter weiter nördlich ist einfach besser, und mit dem Reisemobil sind wir flexibel genug, dorthin zu fahren, wo die Sonne scheint.

Umleitung in die Sonne...
Auf Umwegen werden wir durch Jerez geleitet, da noch viele Straßen wegen Überschwemmung gesperrt sind.
Über Algeciras erreichen wir in Torremolinos den Wiesenstellplatz, den wir noch von der Hinfahrt kennen. Hier scheint das Unwetter nicht so arg gewütet zu haben.
Der Strand ist sauber, die Sonne scheint und wir erleben nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder einen farbenprächtigen Sonnenuntergang.

Starkwind - eine Freude für Gino und die Kiter...
So einen starken Wind hatten wir in Almerimar noch nicht...
TIO schwankt wie in Patagonien-Zeiten, deshalb fahren wir den offiziellen Stellplatz am Puerto Deportivo erst gar nicht an, sondern bleiben geschützt im Ort stehen.
Die Kite-Surfer haben ihren Spaß... das ist ihr Wetter, und sie wetteifern um die höchsten Sprünge.
Gino ist ebenfalls kaum noch zu halten und kann sich kaum entscheiden, welchem Segel er denn nun hinterher jagen soll ;-)
Da haben wir doch heute Abend mal wieder einen zufrieden Hund...

Sonnenfrühstück und barfuß am Strand...
Auf dem offiziellen Stellplatz in Puntas de Calnegre, bei Lorca, stehen die Fahrzeuge dicht an dicht. Der alte Platz kann allerdings auch noch genutzt werden, und so haben wir reichlich Platz, stehen direkt am Meer, genießen den spektakulären Sonnenuntergang und - endlich - ein Frühstück in der Sonne bei 19°C.
Bei der Strandwanderung werden natürlich die Schuhe ausgezogen...
Leider müssen wir den Platz am nächsten Tag räumen, aber bei dem angekündigten Wind wäre es ohnehin keine Freude auf dem trockenen, sandigen Platz zu bleiben.

Specially protected...
Wolfgang und Angelika stehen seit einer Woche in Los Alcázares,
bei herrlichstem Wetter, und wir übernachten auf einem Wanderparkplatz in der Nähe, um morgen zu ihnen zu stoßen.
Vor uns liegt das Naturschutzgebiet des Mar Menor, eine 22km lange und 1,2km breite Lagune mit einer Wassertiefe von 2 bis 7m, die bereits 1982 zur „Specially Protected Area of Mediterranean Importance“ erklärt wurde.

Ein Sturm legt uns lahm...
Campingplatz, Stellplätze, Parkplätze und Straßen in Los Alcázares quellen über vor Wohnmobilisten, die vor dem Unwetter in Andalusien hierher geflüchtet sind. Eigentlich überhaupt nicht unser Ding, sich hier dazwischen zu quetschen, aber der extrem starke Wind lässt an eine Weiterfahrt überhaupt nicht denken.
Zum Glück scheint wenigstens die Sonne und es ist warm.
Wir stellen TIO in den Wind
und machen das Beste aus der Situation... ;-)

Hier lässt es sich aushalten...
Nach 2 heftigen Sturmtagen legt sich der Wind und wir haben sommerliche Temperaturen - herrlich.
Jetzt haben wir alles, was wir brauchen: Strand, Sonne, Hundespielplatz, Boulemöglichkeiten und eine Bar,
in der wir abends mit netten Leuten
unseren Sundowner trinken können.
Wir bleiben...

Spaß auf der Kartbahn...
Die Kartbahn von San Javier liegt gerade um die Ecke:
Mit 8 Leuten buchen wir ein paar Runden und jagen über den Parcours...
Na ja - für das erste Mal im Kart hab ich mich ganz gut geschlagen.
Beim nächsten Mal bin ich schneller... ;-)
Es wird Zeit...
Jetzt sind aus den 2 - 3 Tagen doch tatsächlich 12 - 13 Tage geworden, aber es ist keine Langeweile aufgekommen.
Auf dem Wochenmarkt bekommen wir alles, was wir brauchen, im Park jagen wir mit dem Fahrrad hinter Gino her und an den Wochenenden ergießt sich eine Invasion spanischer Grillmeister über die Picknickplätze, die alles auf den Rost schmeißen - Hauptsache es qualmt...

Zwischenstopp...
Der Wohnmobilplatz in Dénia ist nicht wirklich schön,
liegt aber direkt am Strand und ist kostenlos - für 24 Stunden.
Für uns reicht das aus,
denn wir wollen nur übernachten
und am Abend durch die schmucke Altstadt bummeln.
Diesmal schaffen wir es...
Wegen der verheerenden Überschwemmungen haben wir Valencia im letzten Jahr weiträumig umfahren.
Dieses Mal wollen wir die Stadt zwei Tage lang erkunden.
Der Stellplatz in El Saler ist dafür der ideale Ausgangspunkt. Morgens gehen wir mit Gino durch den Naturpark Albufera und können dann nachmittags mit dem Bus nach Valencia fahren.
Von der Porta del Mar schlendern wir ohne besonderes Ziel durch die belebten Straßen, vorbei an Kathedrale, der Plaça de la Reina, Plaça de la Mare de Déu, Central Market und diversen Kirchen.
In einer Seitengasse finden wir eine gemütliche Tapas-Bar, stärken uns mit Schinken-Käse-Platte, Sardinenbrot und einem Vino tinto de la Case und kehren im Bogen zum Ausgangspunkt zurück.
Da Gino im Bus nicht mitfahren durfte, wird es Zeit, umzukehren. Morgen ist auch noch ein Tag.

Architektonische Meisterleistungen...
Die „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“ ist ein kultureller und architektonischer Gebäudekomplex, der im trockengelegten Flussbett des Turia erbaut wurde.
Nach einer verheerenden Flutkatastrophe 1957 wurde der Fluss aus dem Stadtzentrum umgeleitet, um künftige Überschwemmungen zu verhindern.
Das alte Flussbett wurde in den 1980er Jahren zu einer riesigen Parkanlage umgestaltet, die u.a. auch die „Stadt der Künste und Wissenschaften“ beherbergt.
Kino, Planetarium, Wissenschaftsmuseum, Aquarium, Musikpalast und Veranstaltungsplatz bilden ein beeindruckendes Ensemble, das mehr als einen Besichtigungstag verdienen würde.
So genießen wir nur den Kaffee in der Sonne und durchqueren dann den Park bis zur Puente de las Flores, welche das trockene Flussbett überquert.
10.500 Pflanzen, wegen der längeren Haltbarkeit sind es vorwiegend Geranien oder Alpenveilchen, können auf der Brücke angepflanzt werden.
Trotzdem werden sie mehrmals im Jahr erneuert, mit einem Jahresbudget von insgesamt 20.000€.
Sehr eindrucksvoll das Ganze, aber ich kann die Kritiker verstehen...
Mit dem 25er Bus fahren wir zurück zum Stellplatz, wo uns Gino schon sehnsüchtig erwartet.

Prozession am Ebro-Delta...
Auf dem großen Stellplatz von Deltebre werden wir bereits von den Recklinghausenern erwartet. Der Nachmittag gehört dem Boulespiel auf dem Schotterparkplatz, und am nächsten Morgen werden wir durch Pferdewiehern und Eselgeschrei geweckt...
Die Prozession zu Ehren des Hl. Thomas formiert sich: Etliche Kutschen und Dutzende Reiter sammeln sich,
um anschließend mit der Heiligenfigur, begleitet von Pauken und Trompeten durch den Ort zu marschieren.
Wir gut, dass Gino angebunden ist... er würde zu gerne mitmischen ;-)

Und immer wieder Angelschnüre...
Creixell ist immer wieder ein perfekter Zwischenstopp.
Durch die Unterführung gelangt man schnell an den Strand
und kann die Abendrunde am Wasser entlang gehen.
Nachdem ich Gino allerdings schon wieder
einen Fischköder mit Angelschnur
gerade noch rechtzeitig aus dem Maul gezogen habe,
bleibt er heute mal an der Leine.

Auch ein Künstler muss Wehrdienst leisten...
Wir fahren Figueres an, letzte Station in Spanien. Auf dem Parkplatz des Esclat-Supermarktes dürfen Wohnmobile kostenlos über Nacht stehen.
Die Gassirunde führt uns zum Castello de San Ferran, der größten Festung Europas aus dem 18. Jhdt.
Mit einem Durchmesser von 3 Kilometern und einer Fläche von mehr als 32 Hektar war dieser militärische Komplex für eine Stammbesatzung von 6000 Soldaten und 500 Pferden ausgelegt.
1927 leistete der berühmteste Sohn der Stadt, Salvador Dali, hier seinen Wehrdienst, aber zu dem kommen wir morgen.
Erst einmal genießen wir die Aussicht von hier oben und schlendern anschließend mit Gino durch die Altstadt.

Genie und Wahnsinn...
Das Stadttheater von Figueres, wo Dali seine Bilder zum ersten Mal ausstellte, wurde nach der Zerstörung während des Spanischen Bürgerkrieges von ihm in den 1960er Jahren als Museum wieder aufgebaut und 1974 eröffnet.
Wir reservieren Karten für die Mittagszeit und tauchen ein in die bizarre, surrealistische, exzentrische Welt des Malers, Grafikers, Schriftstellers, Bildhauers und Bühnenbildners Salvador Dali.
Man kann es mit Worten nicht beschreiben, was dieser
geniale Künstler alles geschaffen hat.
Vollkommen überwältigt von all diesen Eindrücken kehren wir zurück, um allmählich die Heimreise anzutreten.
Unsere Spanienreise endet hier. Es würde uns freuen, wenn Ihr das nächste Mal wieder dabei seid.
Ihr dürft auch gerne einen Kommentar im Gästebuch hinterlassen, das vereinsamt sonst...
Wir freuen uns auf Euch ;-)